Highlight 2025
„Tristan und Isolde“- Premiere am Theater in Münster
Am 2. November besuchten fünf Mitglieder unseres Verbandes die Premiere von „Tristan und Isolde“ in Münster. Die Aufführung bot musikalische Glanzleistungen, aber auch Stoff für Diskussionen.
Das Schiff zu Beginn, welches hier eher wie das Innere eines Raumschiffes anmutete, wurde als Raum inszeniert, in dem Isoldes Sehnsucht nach Freiheit zwar eine Rolle spielte, aber von der männlichen Besatzung unterdrückt wurde. Dieser Raum tauchte im dritten Akt nochmals auf, diesmal eher als Grab. Hier erst war es Isolde vergönnt ihrer Sehnsucht nach Freiheit mit einem klangvollen Liebestod Ausdruck zu verleihen. Besonders eindrucksvoll war die Projektion von Géricaults Floß der Medusa im zweiten Akt – als Sinnbild für Untergang und Erlösung. Die Kostüme waren schlicht und zeitlos. Das Sinfonieorchester Münster spielte farbenreich und nuanciert.
Am Ende gab es langanhaltenden Applaus und Jubel für Orchester und Sänger; vereinzelte Buh-Rufe für die Regie. Insgesamt ein großartiger Wagner-Abend.